YouTube-Upload: Die empfohlenen Exporteinstellungen
MP4, H.264, die richtige Bitrate für 1080p und 4K, Ton in AAC: die Upload-Empfehlungen von YouTube übersichtlich zusammengefasst.
YouTube nimmt fast jedes Videoformat an und wandelt es nach dem Upload um. Wie gut das Video am Ende aussieht, hängt trotzdem von der Vorlage ab. YouTube veröffentlicht in seiner Hilfe Empfehlungen für Upload-Einstellungen. Dieser Ratgeber fasst sie zusammen und ergänzt praktische Hinweise. Stand der Angaben: Oktober 2026. Die aktuelle Fassung finden Sie in der YouTube-Hilfe unter „Empfohlene Upload-Codierungseinstellungen“.
Die Grundeinstellungen
| Merkmal | Empfehlung |
|---|---|
| Container | MP4, ohne Bearbeitungslisten, „moov atom“ am Dateianfang (Fast Start) |
| Videocodec | H.264, progressiv (kein Zeilensprung), High Profile |
| B-Frames | zwei aufeinanderfolgende B-Frames |
| GOP | geschlossen, halbe Bildrate |
| Entropiekodierung | CABAC |
| Bitrate | variabel, Richtwerte siehe unten |
| Farbunterabtastung | 4:2:0 |
| Bildrate | wie aufgenommen |
| Audiocodec | AAC-LC |
| Abtastrate | 48 kHz oder 96 kHz |
| Kanäle | Stereo oder 5.1 |
Die meisten Schnittprogramme haben eine Voreinstellung für YouTube, die diese Werte bereits trifft. Wichtig sind vor allem: progressives Video, MP4 mit H.264, ausreichende Bitrate und die richtige Bildrate.
Bitraten für Standardvideos (SDR)
| Auflösung | 24 bis 30 Bilder/s | 48 bis 60 Bilder/s |
|---|---|---|
| 2160p (4K) | 35 bis 45 Mbit/s | 53 bis 68 Mbit/s |
| 1440p | 16 Mbit/s | 24 Mbit/s |
| 1080p | 8 Mbit/s | 12 Mbit/s |
| 720p | 5 Mbit/s | 7,5 Mbit/s |
| 480p | 2,5 Mbit/s | 4 Mbit/s |
| 360p | 1 Mbit/s | 1,5 Mbit/s |
Für HDR-Videos nennt YouTube höhere Werte. Die Bitraten sind Empfehlungen, keine Obergrenzen. Eine höhere Bitrate schadet nicht, macht aber den Upload länger. Was Bitrate bedeutet, erklärt der Ratgeber Bitrate beim Video.
Tonbitrate
Für den Ton empfiehlt YouTube etwa 128 kbit/s für Mono, 384 kbit/s für Stereo und 512 kbit/s für 5.1. In der Praxis klingt Stereo-AAC auch mit niedrigeren Bitraten gut. Für die Vorlage gilt aber: lieber großzügig.
Export mit ffmpeg
Ein Befehl, der die wichtigsten Empfehlungen für ein 1080p-Video mit 25 Bildern pro Sekunde umsetzt:
ffmpeg -i schnitt.mov -c:v libx264 -profile:v high -preset slow -crf 18 -maxrate 12M -bufsize 24M -bf 2 -g 12 -pix_fmt yuv420p -c:a aac -b:a 384k -ar 48000 -movflags +faststart youtube.mp4
-g 12 setzt die Bildgruppe auf etwa die halbe Bildrate, -bf 2 zwei B-Frames, -movflags +faststart schreibt die Inhaltsangabe an den Anfang. Mit -crf 18 und einer Obergrenze bleibt die Qualität hoch, ohne dass die Datei ausufert. Mehr Befehle zeigt der Ratgeber ffmpeg für Einsteiger.
Alte Videos auf YouTube
Digitalisierte Kassetten brauchen vor dem Upload zwei Schritte:
- Deinterlacen: YouTube erwartet progressives Video. Zeilensprung vorher entfernen, am besten mit 50 Bildern pro Sekunde.
- Seitenverhältnis korrekt setzen: 4:3-Material als 4:3 kennzeichnen. YouTube zeigt es dann mit seitlichen Rändern, ohne zu strecken.
- Nicht künstlich verzerren: Kein Strecken auf 16:9. Wer die Ränder vermeiden möchte, kann auf 16:9 zuschneiden, verliert dabei aber oben und unten Bild.
- Optional hochskalieren: Ein Hochskalieren auf 1080p mit gutem Verfahren kann die Darstellung auf YouTube verbessern, weil höhere Auflösungen mit mehr Bitrate ausgeliefert werden.
Hintergründe zum Zeilensprung erklärt der Ratgeber Deinterlacing.
YouTube Shorts
Shorts sind Kurzvideos im Hochformat oder quadratisch. Seit Oktober 2024 dürfen sie bis zu drei Minuten lang sein. Für Shorts gelten dieselben technischen Empfehlungen wie für normale Videos, nur im Format 9:16 mit 1080 × 1920 Bildpunkten. Wie Sie Hochformat-Videos vorbereiten und welche Bereiche frei bleiben sollten, beschreibt der Ratgeber Hochformat oder Querformat.
Codec-Wahl
H.264 ist die offizielle Empfehlung. YouTube nimmt aber auch H.265, ProRes, AV1 und viele weitere Formate an. Wer ohnehin eine hochwertige Datei aus dem Schnittprogramm hat, kann sie hochladen, solange der Upload nicht zu lange dauert. Für die Ausspielung nutzt YouTube eigene Codecs wie VP9 und AV1, unabhängig vom hochgeladenen Format. Einen Vergleich der Codecs bietet der Ratgeber H.264, H.265 und AV1.
Häufige Fehler
- Zu niedrige Bitrate: Die Vorlage ist bereits komprimiert, YouTube komprimiert erneut. Ergebnis: Klötzchen bei Bewegung.
- Falsche Bildrate: Umgerechnete Bildraten ruckeln. Immer in der Aufnahmerate exportieren.
- Zeilensprung im Upload: Kammlinien bleiben sichtbar oder werden von YouTube nur einfach entfernt.
- Zu leiser Ton: YouTube gleicht die Lautheit an, sehr leise Videos wirken trotzdem schwach. Den Ton im Schnitt auf einen gleichmäßigen Pegel bringen.
Fragen und Antworten
- Lohnt es sich, in 4K hochzuladen, auch wenn das Material Full HD ist?
- Manche hochskalieren Full-HD-Videos vor dem Upload auf 1440p oder 4K, weil YouTube höhere Auflösungen mit einer höheren Bitrate ausliefert. Das kann sichtbar sauberer wirken, macht die Datei aber größer und den Export länger. Für die meisten privaten Videos reicht der Upload in der Originalauflösung.
- Soll ich H.265 oder AV1 für YouTube verwenden?
- YouTube akzeptiert viele Formate und kodiert ohnehin neu. H.264 ist die offizielle Empfehlung und am unkompliziertesten. Wer eine Datei mit H.265 aus der Kamera hat, kann sie in der Regel auch direkt hochladen.
- Warum ist mein Video nach dem Upload zunächst unscharf?
- YouTube verarbeitet zuerst eine niedrige Auflösung, damit das Video schnell verfügbar ist. Höhere Auflösungen wie 4K folgen später. Warten Sie nach dem Upload, bis die Verarbeitung abgeschlossen ist.
- Welche Bildrate soll ich wählen?
- Die Bildrate, in der das Video aufgenommen wurde. Digitalisierte PAL-Kassetten nach dem Deinterlacing also 25 oder 50, NTSC-Material 29,97 oder 59,94. Eine Umrechnung verschlechtert eher die Bewegungsdarstellung.
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- Social-Media-Videos
Welches Seitenverhältnis welche Plattform erwartet, mit welchen Einstellungen Sie exportieren und welche Gestaltung bei Kurzvideos funktioniert.
- Bitrate
Die Datenrate entscheidet über Größe und Qualität: wann CRF besser ist als eine feste Bitrate und welche Richtwerte als Ausgangspunkt taugen.
- H.264, H.265, AV1
Kompatibilität gegen Dateigröße: welcher Codec auf welchem Gerät läuft, wie viel Platz er spart und welchen Sie für welchen Zweck wählen sollten.
Zuletzt überarbeitet am 27. Oktober 2026 von der Redaktion Munich Vision. Fehler gefunden?Schreiben Sie uns.